Der Audorfer See hat ein ziemlich einzigartiges Problem: Mitten durch ihn führt der Nord-Ostsee-Kanal. Stell dir vor, du liegst entspannt am Ufer und plötzlich schiebt sich ein Containerschiff durch deinen Badesee.
Mit 91 Hektar ist er durchaus respektabel groß, aber maximal 2,3 Meter tief. Das heißt: An den meisten Stellen könntest du durchlaufen, ohne nass zu werden — theoretisch. Praktisch ist da ja dieser Kanal.
Als westlichster der drei Obereiderseen liegt er nördlich von Schacht-Audorf in Schleswig-Holstein. Der Name klingt nach Bergbau, und tatsächlich deutet das "Schacht" im Ortsnamen darauf hin. Heute ist hier aber nur noch Wasser und viel Schiffsverkehr.
Offiziell ist der Audorfer See sogar Teil einer Bundeswasserstraße. Klingt wichtiger, als es ist — bedeutet nur, dass hier die großen Pötte langfahren dürfen.