86 Hektar Wald zwischen Gießen und Linden — klingt erstmal nach nichts Besonderem. Ist es aber doch. Der Bergwerkswald hat nämlich schon 1955 seinen ersten Naturschutz-Status bekommen, als man noch nicht bei jedem zweiten Baum von Klimawandel sprach.
1972 wurde dann nochmal nachgelegt. Anscheinend wollte man sichergehen.
Heute trägt das Waldstück gleich drei Titel: FFH-Gebiet, Natura 2000 und Naturschutzgebiet. Das ist so, als würde dein Opa gleichzeitig Rentner, Senior und Pensionär sein — alles richtig, aber irgendwie auch redundant.
80 Prozent gehören zu Linden, 20 Prozent zu Gießen. Eine ziemlich unromantische Aufteilung für einen Wald, aber Gemeindegrenzen kümmern sich nun mal nicht um Baumwurzeln. Hier kannst du jedenfalls durch geschützten deutschen Wald spazieren und dabei zweimal die Gemeinde wechseln.