Du stehst vor einem See, der mal ein Loch war. Genauer gesagt: ein ziemlich großes Loch, in dem 36 Jahre lang Braunkohle abgebaut wurde. Als 1996 die Bagger endlich Pause machten, blieb das zurück, was Bergbauingenieure nüchtern "Restloch 23" nannten.
13 Jahre dauerte es dann, bis aus dem Loch ein richtiger See wurde. Von 2000 bis 2013 lief hier das Wasser rein — langsam, aber stetig. Heute liegt der Bischdorfer See zwischen vier Orten und niemand würde mehr vermuten, dass hier mal Kohle aus der Erde geholt wurde.
Typisch Lausitz eben: Aus Industrie wird Natur, aus Abraum wird Erholung. Das Ganze nennt sich dann wissenschaftlich "Bergbaufolgelandschaft" — klingt weniger romantisch als es aussieht.