Die Böhmische Schweiz hat mit der echten Schweiz ungefähr so viel zu tun wie ein Döner mit der Türkei — nämlich nur den Namen. Dafür ist sie der tschechische Teil des Elbsandsteingebirges und liegt nördlich von Děčín, wo die Elbe gemütlich durchfließt.
Mit 722 Metern auf dem Hohen Schneeberg wird hier niemand höhenkrank. Dafür kriegst du Sandsteinformationen, die aussehen, als hätte jemand mit Riesenbauklötzen gespielt. Östlich läuft das Ganze ins Lausitzer Gebirge über, westlich ins Erzgebirge — die Natur war hier offenbar nicht so auf klare Grenzen aus.
Seit 1972 steht die Region unter Landschaftsschutz, 2000 kam dann auch noch ein Nationalpark dazu. Zumindest im rechtselbischen Teil. Die Tschechen nehmen ihre Felsen ernst — und du wirst verstehen warum, wenn du da bist.