Ein Toteisloch mit Charakter — so könnte man den Böhringer See bei Radolfzell beschreiben. Als die Gletscher hier vor Jahrtausenden ihre Reste hinterließen, ahnten sie wohl kaum, dass daraus mal ein 5,5 Hektar großer Badesee werden würde.
Bis zu acht Meter tief und eigentlich perfekt für einen Sprung ins kühle Nass. Eigentlich. Denn der kleine See hat eine Schwäche für Cyanobakterien — auch Blaualgen genannt. Die machen sich hier regelmäßig breit und sorgen für Badeverbot. 2021, 2019, 2014, 2011 — die Liste ist lang.
Du merkst: Der Böhringer See ist kein Zuverlässigkeits-Champion. Aber wenn er denn mal badefrei ist, dann ist er ein echter Geheimtipp abseits des großen Bodensee-Trubels. Klein, fein und mit Gletschergeschichte im Gepäck.