Das Große Ghetto von Budapest wurde erst durch ein Dekret vom 29. November 1944 im VII. Bezirk von Budapest während der Kollaboration Ungarns mit dem deutschen nationalsozialistischen Regime geschaffen. Als gefängnisartiges Zwangslager diente es dem leichteren Zugriff auf die dort "konzentrierten" verfolgten Juden. Es existierte von Dezember 1944 bis zum 27. Januar 1945. Tausende Ungarn wurden mit Zustimmung der Regierung nach Deutschland in die Vernichtungslager deportiert. Tausende Menschen starben im Ghetto. Bis zur Befreiung durch sowjetische Truppen überlebten dort rund 68.000 Personen. 25.000 Juden hatten sich außerhalb des Ghettos verstecken können. Weitere 30.000 bis 35.000 hatten sich durch Schutzpässe im Internationalen Lager, einem zweiten Ghetto in Budapest, der Verfolgung entziehen können.
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