Du stehst hier am nördlichsten Zipfel Mallorcas — weiter nach Norden geht's nur noch schwimmend. Das Cap de Formentor ist das östliche Ende der gleichnamigen Halbinsel und ragt wie ein steinerner Zeigefinger ins Mittelmeer.
Die Einheimischen haben einen treffenden Namen dafür: "Treffpunkt der Winde". Klingt poetisch, ist aber schlicht die Wahrheit — hier oben pfeift's ordentlich um die Ohren.
Die kurvenreiche Fahrt hierher ist schon die halbe Miete: 20 Kilometer Serpentinen durch Pinienwälder, vorbei an Steilklippen, die senkrecht ins Meer fallen. Am Ende wartet der Leuchtturm auf dich — und ein Ausblick, der selbst Postkarten-Fotografen sprachlos macht.
Hier merkst du schnell: Mallorca kann auch wild und ursprünglich. Während sich unten an der Playa die Handtücher stapeln, hast du hier oben oft nur Wind, Wellen und ein paar andere Ausblick-Junkies als Gesellschaft.