Das Centovalli trägt seinen Namen zu Recht — hundert Täler verzweigen sich hier wie ein riesiges Wurzelwerk durch den Tessiner Süden. Die Melezza bahnt sich ihren Weg durch dieses Labyrinth aus Seitentälern, bevor sie bei Locarno gemütlich in den Lago Maggiore plätschert.
Von Intragna aus kannst du dich westwärts durch die Täler schlängeln, bis du in Camedo praktisch schon Italien riechen kannst. Die Grenze ist nämlich nur einen Steinwurf entfernt.
Hier oben ticken die Uhren anders als am See — während unten die Touristen ihre Gelati schlecken, verstecken sich in den Centovalli kleine Dörfer zwischen Kastanienwäldern und steilen Hängen. Ein Tal, das mehr Ecken hat als ein Schweizer Taschenmesser.