Die Einödhöhle hieß früher mal Fledermaushöhle — was ehrlich gesagt cooler klingt. Sie ist die größte erhaltene jungtertiäre Brandungshöhle am Westrand des Wiener Beckens, falls du auf geologische Superlative stehst.
Drinnen wartet eine ziemlich theatralische Namensgebung auf dich: Thronsaal, Trümmerhalle, steinernes Meer. Klingt wie aus einem Fantasy-Roman, ist aber einfach nur österreichische Gründlichkeit beim Benennen von Felsformationen. Der "Riese Einöder" und die "zerfressene Wand" sind auch mit dabei.
Du gehst durch die erste Halle, über ein paar Stufen hoch und runter, vorbei an abenteuerlich geformten Gebilden — und am Ende durch den Fledermausgang wieder raus. Ein zweites Brandungstor wartet als Ausgang. Praktisch gedacht von der Natur, dieser Rundweg.
Die Höhle liegt bei Pfaffstätten, nur einen Katzensprung von Baden entfernt. Auf 370 Metern Höhe am Pfaffstättner Kogel — weit genug oben, dass du dir die Wanderung verdient hast.