Die Eisenerzer Alpen sind nach einer Stadt benannt, die schon im Namen verrät, was hier früher richtig wichtig war: Eisenerz. Heute ist die historische Montanstadt in der Steiermark der Namensgeber für diesen südlichen Teil der Ennstaler Alpen.
Geografisch gesehen haben sie sich ein ordentliches Stück Land geschnappt: Im Norden grenzen sie an die Gesäuseberge, im Süden reichen sie bis zur Mur, und im Westen läuft eine wichtige Alpenquerung über den Schoberpass auf 849 Metern. Während ihre nördlichen Nachbarn aus Kalk bestehen, gehören die Eisenerzer Alpen zur Grauwackenzone — ein geologischer Unterschied, der groß genug ist, dass sie oft als eigenständiges Gebirge betrachtet werden.
Der höchste Gipfel ist das Gößeck im Reiting-Massiv, aber der Star der Region ist definitiv der Eisenerzer Reichenstein. Der macht zwar nicht die meisten Höhenmeter, dafür aber ordentlich was her und gilt als bekanntester Berg der Gegend. Manchmal ist eben nicht die Größe entscheidend, sondern der Auftritt.