Was als Schauplatz für die Weltausstellung 1942 geplant war, wurde zu Roms bizarrstem Stadtteil. Die meist jungen Architekten des italienischen Razionalismo entwarfen hier einen Gegenentwurf zur römischen Innenstadt: breite, rechtwinklig angelegte Straßen und gewaltige Gebäude, die in vielen Details an das deutsche Bauhaus erinnern. Nach dem Krieg war EUR eine Geisterstadt - ein modernes Pompeji, wie es der Schriftsteller Guido Piovene nannte.