Der Fagrifoss macht das, was isländische Wasserfälle am besten können: sich spektakulär 80 Meter in die Tiefe stürzen. Aber er hat einen Trick drauf, den nicht alle beherrschen — er teilt sich in mehrere Arme auf, als könnte er sich nicht entscheiden, welcher Weg nach unten der beste ist.
Du findest ihn im Vatnajökull-Nationalpark, genauer gesagt in der Lakagigar-Region. Das ist die Gegend, wo Islands Vulkanlandschaft so richtig zur Sache geht. Der Geirlandsá-Fluss liefert das Wasser, und der Fagrifoss macht daraus ein ziemlich beeindruckendes Schauspiel.
Die Anfahrt führt dich über die F206, irgendwo zwischen Kirkjubæjarklaustur und den berühmten Laki-Kratern. Du weißt schon — da, wo Island mal eben halb Europa unter Asche begraben hat. Heute deutlich friedlicher, versprochen.
80 Meter sind 80 Meter. Egal, in wie viele Arme sich das Wasser teilt.