Du stehst vor einer Höhle, die noch richtig arbeitet. Während andere Höhlen längst in Rente sind und nur noch Touristen beeindrucken, sammelt die Falkensteiner Höhle fleißig Regenwasser ein, das durch den Kalkstein der Schwäbischen Alb sickert.
Das Wasser nimmt den Umweg durch die unterirdischen Gänge und kommt als Elsach-Quelle wieder ans Tageslicht. Praktisch, wenn man bedenkt, dass Regen normalerweise einfach so wegfließt.
Zwischen Grabenstetten und Bad Urach liegt diese aktive Wasserhöhle — und hat mittlerweile sogar einen Titel. Seit 2019 ist sie offiziell Geopoint des UNESCO Geoparks Schwäbische Alb. Vorher war sie drei Jahrzehnte lang Naturdenkmal, aber offensichtlich war das nicht prestigeträchtig genug.
Du kannst hier also dem Wasser beim Arbeiten zusehen und nebenbei verstehen, warum die Schwäbische Alb wie ein riesiger Schwamm funktioniert.