Du denkst, Inseln sind immer von Wasser umgeben? Furillen vor Gotlands Nordostküste macht da nicht mit. Die kleine schwedische Insel hat nämlich eine Landverbindung zur Küste bei Lergrav.
Der Name Furillen soll daher kommen, dass hier vor über 500 Jahren die ganze Insel gebrannt haben soll. Ob das stimmt, weiß heute keiner mehr so genau. Klar ist: Bis in die 1970er wurde hier Kalkstein abgebaut.
Danach wurde es militärisch. Bis weit in die 90er war Furillen Sperrgebiet mit Radarstationen. Erst hieß die R130 Katten (Katze), später R236 Bonsen — gotländisch für Kater. Die Schweden und ihre Tiernamen für Militärtechnik.
Heute sind die Radaranlagen Geschichte und du kannst die Insel wieder besuchen. Ohne Militär, ohne Kalkabbau — aber mit der Geschichte von beidem.