Du stehst vor Italiens größtem See — und der macht seinem Titel alle Ehre. Der Gardasee ist so groß, dass du vom einen Ende das andere kaum siehst. Respekt.
Was heute harmlos Gardasee heißt, war mal deutlich dramatischer benannt: Lacus benacus, nach dem Gott Benacus. Von 200 vor Christus bis 800 nach Christus klang hier alles nach antiker Macht statt nach Urlaubsidylle.
Entstanden ist das Ganze durch einen Seitenast des Etschgletschers — praktisch als Nebenprodukt der Eiszeit. Die Endmoränen um das Südufer zeigen noch heute, wo das Eis damals seine Visitenkarte hinterlassen hat. Schon um 2000 vor Christus fanden die ersten Menschen das hier so gut, dass sie blieben.
Der See trägt seinen Namen übrigens nach der Gemeinde Garda am Ostufer. Manchmal sind die einfachen Lösungen die besten.