Du stehst vor einem Wald, der es schafft, auf kleinstem Raum geologisch richtig zu zeigen. Das Gehädrich liegt keine zwei Kilometer von Weimar entfernt und ist der Beweis dafür, dass man nicht in die Ferne schweifen muss, um interessant zu werden.
Hier treffen sich oberer Muschelkalk, tertiärer Quarzschotter und pleistozäne Geschiebe zu einer geologischen Versammlung, die klingt wie ein Chemie-Leistungskurs. Ist aber deutlich entspannter. Die Ilm-Saale-Kalkplatte fällt nach Norden ab und macht dabei weniger Drama als ein durchschnittlicher Montag.
Klein, aber oho. Das Gehädrich beweist, dass Wälder nicht riesig sein müssen, um ihren Job zu machen. Manchmal reicht es, einfach da zu sein und die Geologen glücklich zu machen.