Die halbe Geraer Altstadt steht auf Löchern. Unter praktisch jedem Haus versteckt sich ein künstlich angelegtes Höhlensystem, das früher als Bierlager diente.
Während andere mitteldeutsche Städte ihre unterirdischen Bierlagerstollen haben, nennt nur Gera seine Hohlräume "Höhler". Ein bisschen eigen, die Geraer — aber immerhin hatten sie ihr Bier schön kühl.
Du läufst also durch die Altstadt und unter dir erstreckt sich ein zweites Gera. Praktisch gedacht: Wer braucht schon einen Keller, wenn man sich einfach in den Fels gräbt?