Du stehst hier vor einem See, der mal ein Loch war. Ein ziemlich großes sogar — bis in die 1980er Jahre wurde hier Braunkohle abgebaggert, bis nichts mehr da war außer einem riesigen Krater. Dann kam das Wasser und machte daraus den Goldbergsee.
0,165 Quadratkilometer ist er groß, was sich erstmal winzig anhört. Ist es aber nicht, wenn du davor stehst. Die Natur hat sich das ehemalige Tagebaugelände inzwischen zurückerobert und daraus ein Naturschutzgebiet gemacht.
Von Braunkohle-Mondlandschaft zu Naturidyll — das nennt man wohl gelungenes Recycling. Der See trägt übrigens zwei Namen: Goldbergsee oder Ostheimer See, je nachdem wen du fragst. Beide sind richtig, beide führen dich an denselben Ort im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis.