Der Große Gadowsee hat seinen Namen von einem Ort, den es gar nicht mehr gibt. Gardow wurde schon 1583 als "wüst" bezeichnet — diplomatisch ausgedrückt für: komplett verlassen. Nur der See blieb.
800 Meter lang, 260 Meter breit und rundherum von Wald umgeben. Fast wie ein Geheimtipp im Naturpark Feldberger Seenlandschaft, wären da nicht die anderen 200 Seen in der Gegend. Mecklenburg macht eben keine halben Sachen.
Am Nordufer liegt Comthurey — ein Ortsname, der noch an die Komturei Gardow erinnert, die hier mal 300 Jahre lang stand. Bis ins 16. Jahrhundert, dann war auch damit Schluss. Heute ist nur noch das sumpfige Ufer zum Dabelowsee hin Zeuge der bewegten Geschichte.