107 Meter über dem Meer und trotzdem eine der wichtigsten Untergrundasdressen Italiens. Die Grotta Paglicci am Monte Gargano war über Jahrtausende hinweg ein ziemlich beliebter Wohnort — und das merkt man heute noch.
Hier haben schon die Cro-Magnon-Menschen ihre Spuren hinterlassen. Nicht nur als Knochen, sondern auch als Künstler: Die Höhle beherbergt Italiens umfangreichste Wandmalereien aus dem Jungpaläolithikum. Handabdrücke inklusive. Quasi die erste Graffiti-Galerie des Landes.
Besonders praktisch veranlagt waren die damaligen Bewohner auch. Forscher fanden hier den ältesten Nachweis für Mehlgewinnung überhaupt. Während andere noch Beeren sammelten, haben diese Typen schon Getreide gemahlen. Steinzeit-Bäcker sozusagen.
Die Höhle diente außerdem als Friedhof — gleich zwei Begräbnisplätze wurden entdeckt. Ein kompletter Lebensmittelpunkt also, nur eben 30.000 Jahre älter als alles, was du sonst so kennst.