Du stehst vor einer Höhle, die schon 1771 auf Landkarten verzeichnet war – lange bevor Instagram-taugliche Spots ein Ding wurden. Die Heinrichshöhle im Sauerland hat ihre 320 Meter Länge einem Gastwirt namens Heinrich Meise zu verdanken, der hier zwischen 1903 und 1905 Europas erste elektrisch beleuchtete Schauhöhle bastelte.
Aber eigentlich sind die Höhlenbären die wahren Stars hier. Die Heinrichshöhle ist eine der knochenreichsten Fundstellen Europas aus der Eiszeit. Ein komplettes Bärenskelett steht noch immer in der Höhle und wartet darauf, dass du ihm Hallo sagst. Die anderen Bewohner sind längst ausgezogen.
Dafür haben Stalaktiten und Stalagmiten das Kommando übernommen. Über 20 Meter hohe Spalten im Korallenkalk sorgen für ordentlich Raumgefühl, während Sinterfahnen und -terrassen für die Deko zuständig sind. Das Ganze ist Teil eines 3,5 Kilometer langen Höhlensystems – du siehst also nur einen Bruchteil dessen, was unter deinen Füßen liegt.
Die örtliche Höhlen-AG führt dich rum und erklärt dir, warum Tropfsteine so verdammt langsam wachsen.