Ein Vulkanfeld mit dem Namen Heldburger Gangschar klingt erstmal nach einem mittelalterlichen Räuberrudel. Tatsächlich ist es aber deutlich älter und friedlicher: Hier in der Grenzregion zwischen Nordbayern und Südthüringen haben sich vulkanische Gesteine in schmalen Spalten durch die Erde gequetscht.
Das Besondere daran: Die sogenannten Gänge verlaufen alle brav parallel zueinander, von Nordnordost nach Südsüdwest. Als hätte jemand mit einem riesigen Lineal nachgeholfen. Meist sind sie schmaler als ein Meter — also eher filigrane Steinadern als imposante Vulkanschlote.
Der Name kommt übrigens von der Veste Heldburg in Südthüringen, die auf einem der vulkanischen Hügel thront. Eine Burg auf einem Mini-Vulkan — auch nicht schlecht für den Lebenslauf.