Du stehst vor dem vierthöchsten Wasserfall Islands — und der macht ordentlich was her. 118 Meter stürzt das Wasser hier in die Tiefe, während du dir den Hals verrenkst beim Hochschauen.
Der Hengifoss hat sich einen ziemlich spektakulären Platz ausgesucht: Er fällt über rot-schwarze Gesteinsschichten, die aussehen wie ein natürliches Streifenmuster. Das sind übrigens Basalt und rötlicher Ton, die sich hier über Jahrtausende abwechselnd abgelagert haben.
Nur drei andere Wasserfälle in Island sind höher als er. Aber mal ehrlich — bei 118 Metern ist das schon ziemlich egal. Das Ding ist einfach riesig.
Der Weg zum Hengifoss ist übrigens kein Spaziergang, aber die Aussicht lohnt sich. Du wanderst etwa eine Stunde bergauf, bevor du den vollen Blick auf den Fall hast. Zwischendurch kommst du am kleineren Litlanesfoss vorbei — sozusagen die Generalprobe für das große Finale.