Ein See, der Geschichte schreibt — buchstäblich. Der Jezioro Chełmżyńskie, auf Deutsch Culmsee, gab 1251 einer ganzen Stadt seinen Namen. Nicht schlecht für ein Gewässer, das gerade mal einen halben Kilometer breit ist.
Dafür macht er in die Länge: Sechs Kilometer zieht er sich durch die Landschaft der Woiwodschaft Kujawien-Pommern. Und während er an der Oberfläche eher schmal daherkommt, geht's in die Tiefe — bis zu 27 Meter.
Die Stadt Chełmża hat sich praktischerweise direkt an sein Ufer geschmiegt. Mit zwei nordwestlichen Ausläufern liegt der See sogar auf Stadtgebiet. So nah können sich See und Stadt kommen, wenn sie über 770 Jahre Zeit hatten, sich aneinander zu gewöhnen.