Wer hätte gedacht, dass aus alten Braunkohle- und Kiesgruben mal ein Freizeitparadies wird? Die Kahler Seenplatte zeigt, wie's geht. Mitte des 20. Jahrhunderts haben findige Leute aus den stillgelegten Gruben rund um Kahl am Main ein ganzes Seenland gemacht.
Das System aus mehreren Seen liegt genau im Grenzgebiet zwischen Bayern und Hessen — praktisch für alle, die nicht wissen, in welchem Bundesland sie baden wollen. Nur der Lange See bei Großwelzheim ist ein Naturtalent, der Rest sind Industrieruinen mit Karrierewechsel.
Heute kommen Frankfurter, Hanauer und Aschaffenburger hierher, wenn sie nach Feierabend oder am Wochenend mal kurz dem Stadtlärm entkommen wollen. Manchmal ist eben das Beste, was aus einem Loch im Boden werden kann, ein See mit Badestelle.