Ein paar Kilometer von Graz entfernt thront der Kaiserwald auf seinem eigenen kleinen Plateau — der Kaiserwaldterrasse. Klingt royal, ist es irgendwie auch. Jahrhundertelang war das hier nämlich landesfürstlicher Forst, also quasi der Privatwald der Mächtigen.
Das Fundament ist pure Eiszeit: Ein Schotterplateau mit Lehmhaube obendrauf. Der Lehm hat früher sogar eine kleine Ziegelindustrie am Laufen gehalten — praktisch, wenn der Boden gleich das Baumaterial mitliefert. Heute sorgt er hauptsächlich für eine spezielle Grundwasserhydrologie, die den Mischwald aus Föhren und Stieleichen ziemlich glücklich macht.
Auch die Tierwelt fühlt sich wohl hier. Und schon die Römer fanden das Gebiet offenbar attraktiv — ihre Hügelgräber sind überall im Wald verstreut. Geschichte zum Anfassen, sozusagen.