Ein See in Dreiecksform – als hätte jemand mit dem Geodreieck nachgeholfen. Der Klostersee bei Lehnin ist das Ergebnis eines Toteisblocks, der hier mal rumlag und dann schmolz. Praktisch.
Mit seinen 38 Hektar ist er nicht riesig, aber groß genug für ordentliche Runden. Die Tiefe hält sich mit vier bis sechs Metern in der Mitte bescheiden – perfekt, wenn du nicht gerade Tiefseetauchen planst.
Das Interessante: Ringsum ist alles ziemlich karg und trocken. Die Zauche-Hochfläche macht ihrem Namen als sandige Einöde alle Ehre. Dass hier überhaupt ein See liegt, grenzt fast an ein kleines Wunder der Eiszeit.
Die Emster fließt durch ihn hindurch, kommt vom Mühlenteich oben und zieht weiter zum Netzener See. So ist der Klostersee Teil einer kleinen Gewässerkette, die letztendlich zur Havel führt. Zwischen Lehnin und Nahmitz gelegen, ist er ein ruhiger Fleck in Brandenburg – ohne viel Tamtam, aber mit Charakter.