Aus Kohle wird See — manchmal ist der Strukturwandel richtig schön. Der Kulki, wie ihn die Leipziger liebevoll nennen, war über 100 Jahre lang ein Braunkohletagebau. Erst unter der Erde, dann ab 1937 als Riesenloch an der Oberfläche.
1963 kamen die Bagger weg, das Wasser rein. Zehn Jahre später durftest du offiziell ins kühle Nass springen. Heute ist der See Teil des Mitteldeutschen Seenlands — einer Gegend, die beweist, dass aus Industrie-Kraterlandschaft durchaus was Hübsches werden kann.
Der Kulki liegt praktisch vor Leipzigs Haustür und ist längst kein Geheimtipp mehr. Aber hey, bei der Entstehungsgeschichte hat er sich seinen Platz als Badesee redlich verdient.