Auf den ersten Blick nur ein kleiner See im Nordwesten von Anglesey. Bis 1942 die Royal Air Force hier einen Stützpunkt bauen wollte und dabei auf den archäologischen Jackpot stieß.
Was da aus dem Seeboden kam, war das wichtigste Lager von Artefakten aus der La-Tène-Zeit auf den gesamten Britischen Inseln. Schwerter, Schilde, Schmuck — alles über 2000 Jahre alt. Die Kelten hatten hier offenbar ihre wertvollsten Sachen versenkt, vermutlich als Opfergabe an die Götter.
Die RAF bekam ihren Stützpunkt trotzdem. Heute liegt Llyn Cerrig Bach wieder ruhig da, als wäre nie etwas gewesen. Nur die Archäologen wissen: Unter der Oberfläche stecken noch Geschichten aus einer Zeit, als hier keltische Krieger ihre Waffen den Wassergöttern schenkten.