Loch Gruinart bohrt sich 6,5 Kilometer tief in Islays Nordwesten hinein – als würde die Nordsee mal kurz schauen wollen, was auf der Whisky-Insel so läuft. Zusammen mit ihrer südlichen Schwester Loch Indaal schnürt sie die Insel so ein, dass nur noch vier Kilometer Land die Halbinsel Rhinns vom Rest trennen.
Bei Ebbe wird aus der Bucht eine riesige Sandbank-Landschaft. Dann liegt der flache Grund einfach da und wartet geduldig darauf, dass das Wasser wiederkommt. Ein bisschen wie ein schottisches Wattenmeer, nur ohne Krabben und Touristen-Trecker.
Der südliche Teil wird sandig und kiesig – perfekt für alle, die gerne barfuß durch seichtes Wasser waten, während im Hintergrund eine Destillerie dampft.