Du stehst an einem Fjord, der eigentlich gar keiner ist. Der Mariager Fjord ist nämlich eine Förde — also eine geflutete Gletscherschmelzwasser-Rinne aus der Eiszeit. Aber wer will schon so kompliziert werden.
Mit 29 Metern Tiefe ist er kein Rekordbrecher, aber tief genug für ordentliche Boote. Liegt an der Ostseeküste im nördlichen Jütland und macht genau das, was dänische Gewässer am besten können: ruhig vor sich hin glitzern.
Der Name klingt nach heiliger Maria, und tatsächlich gibt es am Fjord die kleine Stadt Mariager — das "Rosenstädtchen Dänemarks". Ob da der Zusammenhang liegt, bleibt das Geheimnis der Dänen.