Du stehst auf einer Insel, die es vor gut hundert Jahren noch gar nicht gab. Die Neckarinsel in Tübingen entstand erst 1910/1911, als man dem Neckar einen parallelen Kanal verpasste — praktische Flussregulierung mit schönem Nebeneffekt.
Knapp einen Kilometer lang zieht sich das grüne Eiland von der Landspitze "Bügeleisen" bis zur Eberhardsbrücke. Der Name ist übrigens Programm: Die Spitze sieht tatsächlich aus wie ein überdimensionales Bügeleisen.
Was als technische Maßnahme begann, ist heute Tübingens entspannteste Ecke. Mitten in der Innenstadt, aber trotzdem vom Trubel abgeschnitten. Hier chillen Studenten zwischen den Vorlesungen, Familien picknicken am Wasser und du kannst mal durchatmen, ohne dass dir jemand ein Fahrrad über die Füße fährt.