Du stehst vor einer Höhle, die schon deine Vorfahren vor 25.000 Jahren als Kunstgalerie genutzt haben. Pech Merle liegt im französischen Südwesten nahe Cahors — und ist deutlich älter als jedes Museum, das du je besucht hast.
Die Steinzeitkünstler haben hier Mammuts, Pferde und Handabdrücke an die Wände gemalt. Während du noch überlegst, welchen Instagram-Filter du nehmen sollst, haben sie mit Erdpigmenten Kunstwerke geschaffen, die bis heute überdauern.
Zwischen den prähistorischen Gemälden wachsen Stalaktiten und Stalagmiten vor sich hin — die Natur als Co-Kuratorin sozusagen. Das Ganze gehört zur Frankokantabrischen Höhlenkunst, einem UNESCO-geschützten Komplex von Steinzeitgalerien.
Hier kriegst du einen ziemlich direkten Einblick in das, was Menschen schon immer gemacht haben: Spuren hinterlassen. Nur dass diese Spuren zufällig ein paar Jahrtausende alt sind.