Eine Insel mitten in der Salzach – klingt romantisch, war aber knallhartes Business. Die Pernerinsel in Hallein hatte schon immer was Besonderes an sich.
Früher plantschten hier die Salzburger Erzbischöfe durch ihren privaten Lustgarten rum. Pfleggarten nannten sie das nobel – du würdest vermutlich "geiler Privatpark" sagen. Aber die gemütlichen Zeiten waren irgendwann vorbei.
Mitte des 19. Jahrhunderts wurde aus dem grünen Idyll eine Salinenanlage. Über 100 Jahre lang wurde hier Salz produziert, bis in die 80er Schluss war. Das Gebäude blieb stehen – zum Glück unter Denkmalschutz.
Seit 1992 rocken die Salzburger Festspiele in den alten Salzhallen. Wo früher das weiße Gold gewonnen wurde, gibt's heute kulturelles Gold auf die Ohren. Die Insel hat sich vom erzbischöflichen Garten über die Salzfabrik zur Kulturbühne gemausert – eine ziemlich steile Karriere für ein Stück Land im Fluss.