Du stehst hier vor einem geologischen Rockstar — auch wenn er bescheiden wirkt. Der Piz Segnas trägt uralte Verrucano-Gesteine auf dem Kopf, die bei der Alpenfaltung einfach mal über viel jüngere Schichten drübergeschoben wurden. Wie ein steinerner Generationenkonflikt.
Das Ergebnis siehst du überall an den Bergflanken: eine markante Linie, wo alt auf jung trifft. Die Glarner Hauptüberschiebung heißt das Phänomen, und es ist so beeindruckend, dass die UNESCO das ganze Gebiet 2008 zum Weltnaturerbe erklärt hat.
Unter dem Namen "Tektonikarena Sardona" steht die Region heute auf derselben Liste wie der Grand Canyon. Nicht schlecht für einen Berg, der aussieht, als würde er nur da rumstehen. Hier kannst du Erdgeschichte mit bloßen Augen sehen — Millionen Jahre Geologie, serviert auf dem Silbertablett der Alpen.