Du stehst vor einem Berg, der im Sommer die meisten Wanderer erfolgreich abschreckt. Der Piz Surparé macht aus seinen 3078 Metern kein Geheimnis — aber aus seinem bröckligen, messerscharfen Gestein schon eher einen Deal-Breaker.
Westlich von Bivio thront er mit seinem Doppelgipfel und lässt dich raten, welcher der beiden Felsköpfe nun wirklich der Chef ist. Spoiler: der westliche gewinnt um ein paar Meter.
Im Sommer herrscht hier Geröll-Chaos, weshalb sich nur die wirklich Hartgesottenen an ihn rantrauen. Aber im Winter? Da wird aus dem kantigen Gesellen plötzlich ein Charmeur. Skitouren-Fans pilgern dann wegen der legendären Sulzschneeabfahrt über die Südosthänge zu ihm.
Oben angekommen findest du im Steinmann ein gut verstecktes Gipfelbuch — falls du zu den wenigen gehörst, die es bis dahin geschafft haben.