Der Plauensche Grund macht seinem Namen alle Ehre — hier wird's eng. Das Kerbtal der Weißeritz zwängt sich durch Sachsen, als hätte jemand mit dem Messer einen sauberen Schnitt in die Landschaft gemacht.
Während andere Täler gemütlich vor sich hin plätschern, bricht der Plauensche Grund resolut in den Elbtalkessel durch. Zusammen mit dem Lockwitzgrund sorgt er dafür, dass das Erzgebirgsvorland nicht komplett abgeschottet bleibt.
Früher war man mit der Namensgebung übrigens nicht so kleinlich: Was heute das Döhlener Becken ist, hieß auch mal Plauenscher Grund. Seit 1922 hat sich dort die Stadt Freital breitgemacht — und dem Tal seinen alten Namen weggeschnappt.