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Natur

Prökelmoor

Ein Moortümpel, der Karriere gemacht hat. Das Prökelmoor war bis in die 1920er Jahre nur ein sumpfiges Gewässer im Grenzgebiet zwischen drei Hamburger Dörfern — Klein Borstel, Wellingsbüttel und Bramfeld. Der Name verrät schon, was hier mal abging: "Prökeln" heißt auf Plattdeutsch stechen, und genau das haben die Leute hier gemacht. Torf abbauen war angesagt.

1928 bekam der kleine Tümpel dann seinen großen Auftritt. Otto Linne integrierte das Gelände als letzten Teil seiner Erweiterungen in den Ohlsdorfer Friedhof und machte aus dem Morast einen runden, 120 Meter breiten See. Drumherum legte man kreisförmig ansteigende Terrassen für Urnengrabstätten an.

Heute liegt der Prökelmoorteich im Norden des Friedhofs, östlich vom Eingang Kornweg. Vom wilden Moortümpel zur stillen Oase zwischen Grabstätten — nicht der schlechteste Werdegang für ein Gewässer.

Adresse
2, Prökelmoor, Bramfeld, Wandsbek, Hamburg, 22179, Deutschland
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