Das Rabenwäldchen in Weimar-West hat seinen Namen nicht etwa gruseligen Hinrichtungen zu verdanken, sondern ganz profan den Krähen. Die haben hier nämlich ihre Schlafstätte aufgeschlagen — und weil Krähen im Volksmund gerne mal als Raben durchgehen, wurde aus dem Krähenwäldchen kurzerhand das Rabenwäldchen.
Der kleine Laubwald versteckt sich zwischen Prager und Moskauer Straße, direkt gegenüber dem Bahnhof Weimar-West. Drei Quellen entspringen hier, die sogenannten Rabenquellen, die dem Waldstück seinen Namen gaben. Ein Ort zum Durchatmen mitten in der Stadt, auch wenn er nicht gerade riesig ist.
Kein Märchenwald, kein Zauber — nur ein ehrliches Stückchen Natur, das zeigt, dass auch unspektakuläre Orte ihre Geschichte haben.