Rembertów ist ein Stadtbezirk der polnischen Hauptstadt Warschau. Zwischen 1939 und 1957 war Rembertów ein selbständiger Ort und wurde dann nach Warschau in den Stadtteil Praga-Południe eingemeindet. Zwischen 1994 und 2002 bildete es eine selbständige Gemeinde namens Warszawa-Rembertów. In den 1940er Jahren befand sich im Stadtteil ein Gefängnis, das zuerst durch die deutschen Besatzungstruppen und später durch sowjetische Organisationen genutzt wurde. Ebenfalls unter deutscher Besatzung wurde im Oktober 1940 die jüdische Bevölkerung des Ortes und dreimal so viele aus anderen Gemeinden zwangsumgesiedelte Juden in ein umzäuntes Areal gesperrt. Am 20. August 1942 wurde das Ghetto liquidiert und seine Bewohner in das Vernichtungslager Treblinka deportiert. Sie wurden dort nach ihrer Ankunft am 22. August ermordet. Exemplarisch sei an das Schicksal einer jüdischen Familie Rembertóws erinnert, die - bis auf einen die NS-Zeit überlebenden Sohn - von den deutschen Besatzern ermordet wurde.