Du stehst vor einem See, der mal ein Loch war. Und zwar eins mit Nummer — Restloch 111 klingt wie ein Aktenzeichen, ist aber tatsächlich ein ganz normaler Tagebaurestsee in Brandenburg.
Wo früher Bagger Braunkohle aus der Erde geholt haben, schwappt jetzt Wasser. Der Tagebau Agnes im Revier Koyne-Plessa wurde einfach geflutet, fertig ist der See. 900 Meter lang, 140 Meter breit, aufgeteilt in drei Teilbecken.
Am tiefsten wird's in der Mitte mit gut 10 Metern, die anderen beiden Becken bringen es auf etwa 7 Meter. Macht zusammen rund 10 Hektar Wasserfläche. Nicht riesig, aber groß genug für einen entspannten Tag am Wasser.
Das Restloch 111 ist Brandenburg pur: pragmatisch benannt, entstanden aus Notwendigkeit, trotzdem ganz okay geworden. Manchmal ist die beste Lösung eben, einfach Wasser drüber laufen zu lassen.