Ein See, der eigentlich kein richtiger See ist — der Riedensee bei Kühlungsborn ist nämlich ein Strandsee. Das bedeutet: Er liegt direkt hinter der Küste und hat salziges Brackwasser statt Süßwasser.
90 Hektar Naturschutzgebiet, seit 1993 unter Schutz gestellt. Der Grund: Hier leben spezialisierte Tier- und Pflanzenarten, die anderswo längst verschwunden sind. Ein letztes Refugium sozusagen.
Allerdings hat der See ein Problem mit zu vielen Nährstoffen aus der Landwirtschaft und gestörten Wasserverhältnissen. Dazu kommen im Sommer die Strandurlauber, die dem sensiblen Ökosystem zusetzen. Deshalb wird der Zustand nur als "befriedigend" eingestuft — immerhin noch da, aber nicht mehr in Topform.