Die Ría de Pontevedra ist eine dieser schmalen, langen Meeresbuchten, die sich tief ins Land hineinfressen. Eine echte Ria eben — so nennen die Geologen diese speziellen Küstenformen, die aussehen, als hätte jemand mit dem Finger eine Linie in den Strand gezogen.
Du findest sie in Galicien im Nordwesten Spaniens, genauer gesagt zwischen ihren beiden bekannteren Nachbarinnen: der Ría de Arousa im Norden und der Ría de Vigo im Süden. Klassische Mittelkind-Situation.
Sie gehört zu den Rías Baixas, den "unteren Rias" — was nichts über ihre Qualität aussagt, sondern einfach bedeutet, dass sie südlicher liegen als die Rías Altas. Geografen sind manchmal erschreckend pragmatisch bei der Namensvergabe.