Mit 80 Metern ist der Tobajer Kogel zwar kein Gigant, aber dafür hat er eine ziemlich explosive Vergangenheit. Dieser kleine Porphyrkegel im Burgenland ist nämlich ein alter Vulkan — einer der letzten sichtbaren Überreste vulkanischer Aktivität im Südosten Österreichs.
Was der Berg an Höhe vermissen lässt, macht er durch Vielseitigkeit wett. Früher war er Kalvarienberg, dann Standort einer Einsiedelei und sogar eines Wirtshauses. Heute ist er geteilter Persönlichkeit: Im Norden und Westen wird Landwirtschaft betrieben, während der Südhang als Biotopschutzgebiet fungiert.
Dort, wo früher Wein wuchs, breiten sich jetzt Trockenrasen aus. Manchmal ist Nichtstun eben doch die bessere Lösung.