Ein kleiner Bergsee mit großen Geheimnissen — so könnte man den Toplitzsee zusammenfassen. Hier im steirischen Salzkammergut hält sich hartnäckig die Legende, dass die Nazis kurz vor Kriegsende Gold und Kunstschätze im Wasser versenkt haben. Gefunden haben Schatzsucher bisher nur Falschgeld und Kriegsschrott.
Aber auch ohne Nazi-Gold ist der See auf 718 Metern ziemlich faszinierend. Ab 20 Metern Tiefe gibt es keinen Sauerstoff mehr und das Wasser wird immer salziger — ein seltenes Phänomen, das Wissenschaftler meromiktisch nennen. Klingt kompliziert, ist es auch.
Was du siehst: unverbaute Ufer, dichte Wälder drumherum und die Ruhe, die nur ein Naturschutzgebiet bieten kann. Seit 1991 ist der Toplitzsee geschützt, gehört den Österreichischen Bundesforsten und ist trotzdem ein beliebtes Ausflugsziel.
Am Südfuß des Toten Gebirges gelegen, entwässert er über die Toplitz zur Traun und schließlich zur Donau. Ein kleiner See mit direkter Verbindung zum großen Strom.