Der Tymfristos macht das, was Berge am besten können: Flüsse erschaffen. An seiner West- und Ostflanke entspringen gleich zwei davon — der Karpenissiotis und der Sperchios. Als wäre das nicht genug, lässt er sich auch noch vom Tavropos im Norden und Westen umfließen. Ziemlich wassernah für einen 2313 Meter hohen Kerl.
Er markiert das südliche Ende des Pindos-Gebirges und spielt Schiedsrichter zwischen den Tälern. Westlich das Karpenissiotis-Tal, östlich das Sperchios-Tal — getrennt wird hier sauber. Südlich davon liegt Karpenisi, falls du nach dem Aufstieg noch Lust auf Zivilisation hast.
Der Berg gehört zum Regionalbezirk Evrytania in Mittelgriechenland und hält sich angenehm zurück mit großen Gesten. Kein Drama, keine Allüren — einfach ein solider griechischer Berg, der seinen Job macht.