Vardøya ist eine Insel, die sich nicht groß in Szene setzt — obwohl sie praktisch das ganze Leben der Kommune Vardø trägt. Der größte Teil der Bevölkerung hat sich hier niedergelassen, während das Festland nebenan eher Zaungast bleibt.
Zwischen Insel und Festland liegt der Bussesundet, eine Meerenge mit einem Namen, der klingt wie eine Bushaltestelle. Ist aber deutlich nasser. Die Insel gehört zu Finnmark, dem nördlichsten Zipfel Norwegens, wo die Landschaft so karg ist, dass sie schon wieder schön wird.
Hier oben ticken die Uhren anders — im Winter verschwindet die Sonne komplett, im Sommer vergisst sie unterzugehen. Vardøya ist der Beweis, dass man nicht viel braucht, um ein funktionierendes Gemeindeleben hinzubekommen: eine Insel, etwas Wasser drumherum und Menschen, die bleiben wollen.