Du stehst auf einer Halbinsel, die aussieht, als hätte jemand ein weißes Fischerdorf an die Adriaküste geklebt. Vieste war mal ein verschlafenes Nest, in dem 14.000 Leute vom Fischfang lebten. Dann kam der Tourismus vorbei.
Heute liegt die kleine Stadt in Apulien und gehört zur Provinz Foggia — geografisch gesehen ziemlich weit unten im Stiefel. Die Adriaküste hier ist das, was passiert, wenn Italien seine schöne Seite zeigt, ohne groß damit anzugeben.
Das Fischerdorf ist geblieben, auch wenn inzwischen mehr Kameras als Netze durch die Gassen wandern. Aber hey, wenigstens haben sie nicht alles plattgemacht für Hotelburgen.
Apulien macht sowieso, was es will — und Vieste ist ein gutes Beispiel dafür.