Du stehst hier vor einem Berg, der seine Stärken nicht in der Höhe sucht. 376 Meter — das ist mehr Hügel-Kategorie, aber der Weimersberg im Wasgau macht das locker mit Charakter wett.
Vollständig bewaldet und gespickt mit Buntsandsteinfelsen, die klingen wie eine Sammlung alter Freunde: Kreuzfelsen, Kahlen Felsen, Wachtfelsen. Dazu der Dörreinfelsen und der Backelstein — Namen, die nach Geschichten klingen, auch wenn sie heute nur noch dem Wind davon erzählen.
Die Felsen verteilen sich rund um den Berg wie Aussichtspunkte einer natürlichen Galerie. Jeder Hang hat seinen eigenen Charakter-Stein. Das ist praktisch: Egal aus welcher Richtung du kommst, irgendein markanter Buntsandsteinbrocken wartet auf dich.
Im südlichen Pfälzerwald, den die Einheimischen Wasgau nennen, ist der Weimersberg ein solider Vertreter der "klein aber fein"-Fraktion. Kein Drama, keine Gipfeleuphorie — dafür Wald, Felsen und die Ruhe, die nur Berge können, die nichts beweisen müssen.