Mit 4505 Metern thront das Weisshorn über dem Wallis wie eine perfekt gezeichnete Bergpyramide. Drei scharfe Grate formen diesen Hauptgipfel der Weisshorngruppe zu einem geometrischen Meisterwerk, das selbst Architekten neidisch machen würde.
Die Natur hatte hier offenbar ihren besten Tag. Während andere Viertausender mal hier eine Delle haben oder dort etwas schief gewachsen sind, steht das Weisshorn da wie aus dem Lehrbuch. Ebenmäßig, symmetrisch, einfach richtig.
Du kannst lange auf diese Berg-Skulptur starren, ohne dass dir langweilig wird. Die drei Grate schneiden sich so präzise, dass du fast vergisst, dass hier keine Baumaschinen am Werk waren. Nur Wind, Wetter und ein paar Millionen Jahre Zeit.